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Den Rasen nie wieder selber mähen... - Der AUTOMOWER von Husqvarna (Elektrolux)

Nie wieder den Rasen selber mähen müssen, ist wohl der Traum eines jeden Gartenbesitzers - vor allem - wenn man einen sehr großen Garten hat, bzw. sehr viel zu mähen.

 

Die Firma Husqvarna (Elektrolux-Gruppe) hat ein Gerät genau zu diesem Zweck entwickelt und nun schon in der dritten Generation mit dem G2 seit 2003 erfolgreich auf dem Markt gebracht. Der vollkommen autonom arbeitende Automower ist wirklich eine techn. Errungenschaft, die den Gartenbesitzern viel Arbeit abnimmt, so wie Zeit und Geld erspart. 

 

Wer kennt das nicht - man sitzt im Büro und denkt: "Heute muss ich mähen...!" Wenn man dann daheim ist, zieht es sich zu und es fängt zu regnen an - dumm gelaufen! Dieser Ärger muss nicht sein - der Automower erledigt den Rasenschnitt ohne dass jemand daheim sein muss - und wenn man aus dem Büro heim kommt, dann erfreut man sich an einem perfekt geschnittenem Rasen - und der kühlen Erfrischung, die man, dank des Automowers, jetzt gleich genießen kann, und nicht erst nach dem mähen...!

 

Seit dem Frühjahr 2006 ist der Automower, Namens "Robbi" nun auch in meinem Garten zuhause und keiner der Familie würde ihn je wieder missen wollen.

Die Auslieferung...

Der Automower wird in einem Karton, sicher eingebettet in Styropor, ausgeliefert. Im Lieferumfang ist enthalten:

 

  1. Der Automower G2 selber...

  2. Die Ladestation inkl. Anschlusskabel und Netzteil...

  3. Nägel - zur Befestigung der Grundplatte der Lade-station...

  4. 250 Meter Begrenzungskabel...

  5. 200 Haken zur Befestigung des Begrenzungskabels...

  6. 2 Kabelverbinder - 4 Kabelklemmen...

  7. Code Aufkleber...

  8. Bedienungsanleitung und Aufbauanleitung...

  9. 9 Ersatzmesser inkl. Schrauben...

Der Preis liegt zwischen 1.799 und 1.999 Euro und ist nicht gerade wenig, für einen Rasenmäher mit den Abmaßen: LxBxH 71 x 55 x 33 cm, der scheinbar überwiegend aus Kunststoff zu bestehen scheint. Aber der 8,6 Kg leichte Mäher hat es in sich - auch wenn man es ihm nicht gleich ansieht.

 

Im Laufe dieses Erfahrungsberichts wird klar, was alles in dem Fliegengewicht steckt. Seine Steuerung lässt nicht nur zahlreiche Einstellungen zu, sondern verbirgt auch noch ganz ungeahnte Fähigkeiten, die erst bei längerer Aktivität zu Tage treten. So scheint er sich für fast jede Stelle des Gartens zu merken wie hoch das Gras war, als er die Stelle zuletzt passiert hat - kommt er an eine Stelle, an der das Gras höher ist, als das zuletzt gemähte, dann stoppt er und schaltet um in den Viereckmodus - in diesem Modus, mäht er die Fläche ab und fährt dabei Spiralförmig immer weiter nach außen bis das Gras gleich hoch ist.

 

Da der Automower sehr viel Geld kostet, empfiehlt es sich verschiedene Angebote zu prüfen - hierzu gibt es ausreichend Angebote im Internet usw. Man sollte aber auch darüber nachdenken, dass verschiedene Gartengerätehändler, gebrauchte Rasenmäher in Zahlung nehmen, was den Preis des Automowers je nach dem deutlich reduzieren kann. In meinem Falle, hat mein Gartengerätehändler meinen Front-Aufsitzmäher in Zahlung genommen - dadurch habe ich den Automower quasi für die Hälfte bekommen - Fragen lohnt sich also!

Hightech vom feinsten...

Die Sensoren...

 

 

Schleifensensoren: Anhand von zwei Schleifensensoren (vorne und hinten) weiß der Automower (Steuergerät) stets wo er sich befindet und wo seine Arbeitsfläche endet.

 

Stoßsensoren: Die beiden Stoßsensoren sind mit dem Oberteil des grünen Gehäuse verbunden und signalisieren, wenn Hindernisse im Wege sind. Die Sensoren sind im Inneren des Automowers und arbeiten kontaktlos, also verschleißfrei. (Kein mechanischer Schalter)

 

Neigungssensor: Damit weiß der Automower stets seine aktuelle Lage bei Steigungen oder Gefällen. (Neigungen X-Achse und Y-Achse) Der Sensor befindet sich fest auf der Hauptplatine (Steuergerät) und ist im G2 2005 nochmals verbessert worden

Die Aktoren...

 

Mähmotor: Der 40 Watt Mähmotor wird automatisch beim Mähvorgang angesteuert. Die Messerscheibendrehzahl von rund 2400 - 2600 U/min wird dabei zur Korrektur/ Steuerung ans Steuergerät zurückgeführt. (Aktor mit Sensor)

 

Radmotoren: Die Radmotoren sorgen für den nötigen Vortrieb und die Lenkbewegung des Automowers. Sie werden vom Steuergerät zielgesteuert versorgt. Die einzelnen Radmotorendrehzahlen werden, anhand von Impulsen (Halgeber) , zur Steuerung / Korrektur ans Steuergerät zurückgeführt

 

Lautsprecher: Er ist nicht zur Sprachausgabe, sondern zur Signalausgabe von Tönen bzw. Alarm im Automower montiert. Die Lautstärke kann dabei beliebig vom Menü eingestellt, oder sogar ganz ausgeschaltet werden.

Versorgung...

 

Batterie: Die Batterie versorgt alle Bauteile des Automowers mit einer Spannung von ca. 18 Volt

 

Steuergerät: Das Steuergerät ist ähnlich wie ein PC - Bord aufgebaut und beinhaltet alles zur Steuerung des Automowers

 

Anschlüsse...

 

Ladekontakte: Anhand der Ladekontakte bekommt der Automower, nach einfahren in die Ladestation, rund 25 Volt Wechselspannung. Diese Wechselspannung wird dann für die Batterieladung in Gleichspannung umgewandelt. (Gleichrichter befindet sich im Automower)

 

Servicekontakt: Ein Diagnose Stecker zum verbinden des Automowers mit dem Diagnosekabel / Diagnosesoftware

Wie mäht der Automower - Das Mähprinzip....

Das Mähprinzip des Automowers beruht auf dem Zufallsprinzip wodurch gewährleistet ist, dass er niemals den selben Weg zweimal nimmt. Dadurch entstehen keine unschönen Lauf-spuren wie man sie von herkömmlichen Rasenmähern her kennt. Durch seine Sensoren weiß er immer wo sein Arbeits-bereich endet und somit weiß er auch in welchem Bereich er seine Mäharbeit verrichten soll.

 

Gelangt der Automower an die Grundstücksgrenze, die durch die Begrenzungsschleife definiert wurde, dann hält er an - setzt ein kleines Stück zurück und fährt in einer anderen Richtung weiter bis er wiederum an eine andere Stelle der Grundstücksgrenze oder einem Widerstand (z.B. Bäume, Sträucher, usw.) trifft. Da wiederholt er dann die Prozedur und wendet wieder vollkommen selbstständig.

 

Wie das aussieht, kann man sehr schön an der Animation sehen, die auf der Homepage des Herstellers gezeigt wird.

Die Installation...

Man beginnt die Installation mit der Ladestation - um erstens den Akku des Automowers aufzuladen und zweitens um das Begrenzungskabel von der Ladestation aus zu verlegen.

 

Als Standort kann man sich jeden ixbeliebigen Ort im Garten aussuchen - er sollte allerdings nicht weiter als 25 Meter von einer Steckdose entfernt sein. Die Ladestation sendet ein Suchsignal aus, welches vom Automower empfangen werden kann. Dieses Signal hat eine Reichweite von ca. 6 Meter im Umkreis der Ladestation - deshalb empfiehlt es sich, die Station so aufzubauen, dass wenigstens in Ausfahrrichtung des Automowers im Radius von 6 Metern keine Hindernisse (Schaukel, Bäume, Sträucher usw.) vorhanden sind, die das Signal stören könnten.

 

Die Station muss auf ebenen Grund aufgestellt werden - ggf. muss der Untergrund vorher begradigt werden bevor man die Ladestation aufstellt. Befestigt wird sie mit den Beigefügten Edelstahlnägeln.

 

Bei meiner Ladestation hat sich nach ein paar Wochen herausgestellt, dass die Anschlüsse der Schleifkontakte (bestehend aus handelsüblichen Kabelschuhen...), durch die der Automower seinen Ladestrom erhält, sehr locker saßen - dass führte dazu, dass der Automower in die Ladestation fuhr und entweder sehr lang brauchte um seinen Akku zu laden, oder gar nicht geladen wurde. Mein Tip: Die Kabelschuhe schon gleich bei der Installation überprüfen und mit einer Zange etwas zusammen drücken. Dann bleibt der Fehler aus...!

Das Begrenzungskabel verlegen...

Um dem Automower zu zeigen wo er zuhause ist, muss man das Grundstück quasi einzäunen - dazu verlegt man, um den zu mähenden Bereich, ein Begrenzungskabel welches im Lieferumfang in einer Länge von 250 Metern vorhanden ist.

 

Laut Hersteller, braucht man das Kabel nicht zu vergraben. Es reicht aus, es stramm über dem Boden zu spannen und mit den beiliegenden Kabelhaken zu befestigen. Da aber in den meisten Gärten auch mal Laub gerächt werden muss, empfiehlt es sich, dass Kabel einzugraben um es nicht mit dem Laubbesen zu beschädigen.

 

Ich habe mich dazu entschlossen, dass Kabel in einer Tiefe von ca. 5-10 cm unterhalb der Grasnabe zu verlegen. Dazu habe ich mir ein altes Messer mit abgebrochener Klinge (der Rest der Klinge war ca. 10cm lang...) zu Hilfe genommen. Mit dem Messer habe ich den Boden quasi aufgeschnitten und anschließend in den Schnittverlauf das Kabel verlegt - danach brauchte ich lediglich den Schnitt nur noch zu verschließen und die Schnittstelle mit dem Fuß festzu-drücken. Das hat den Vorteil, das man nach kurzer Zeit nichts mehr davon sieht und das Kabel gegen Beschädigung geschützt ist. Um das Kabel allerdings nicht mit dem Finger in die Schnittstelle drücken zu müssen, habe ich einen der Bodenanker soweit zusammen gedrückt, dass er nur noch an der Faltstelle eine kleine Öse hatte. Durch diese Öse habe ich dann da Kabel gezogen. Mit diesem Hilfsmittel war es ein leichtes, dass Kabel in die Schnittfuge einzubringen.

 

Welchen Abstand das Kabel von Sträuchern, Hecken, Mauern, Blumenrabatten usw. haben muss, entnimmt man dem Installationshinweis der Bedienungsanleitung. In der Regel reicht ein Abstand von ca. 30-35 cm aus.

 

In der Installationsanleitung steht, dass man auch Bäume und Sträucher mit dem Begrenzungskabel umfassen sollte. Das ist aber nicht notwendig - da der Automower über einen Stoßsensor verfügt, sollte man diesen auch nutzen. Ich habe lediglich meine Blumenrabatte, den Teich und die Grundstücksgrenze mit dem Begrenzungskabel versehen. Sträucher habe ich im unteren Bereich lediglich vom Boden aus ca. 30cm von Ästen befreit - selbst der Kletterturm mit Rutsche für die Kids ist nicht mit abgegrenzt.

 

Wer sich ganz extrem gut vorbereiten möchte, und verhindern möchte, dass sein Begrenzungskabel nach dem Vergraben auch sicher im Erdreich liegt, der sollte sich überlegen, das Kabel mit einem handelsüblichen Pneumatikschlauch zu vergraben. Das hat den Vorteil, dass man 1. das Kabel jederzeit komplett austauschen kann, ohne es neu vergraben zu müssen, und 2. dass das Kabel einen Zusätzlichen Schutz gegen Beschädigung erhält.

 

Das mitgelieferte Kabel ist zwar mit einer Siliconisolierung ausgestattet, ist aber dennoch sehr empfindlich. So kann es passieren, dass das Kabel beim eindrücken in die Erde, beschädigt wird. Hierfür gibt es unzählige Ursachen - wie z.B. Glasscherben die sich im Erdreich befinden, scharfe Steine usw. Führt man das Kabel jedoch zuvor in einen Pneumatikschlauch und verlegt man es mit ihm zusammen, dann bleibt das Kabel relativ geschützt und kann nicht mehr so leicht beschädigt werden.

 

Sicherlich ist es auch eine Frage der Zusätzlichen kosten, aber wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte vor dem Verlegen darüber nachdenken - es kann viel Zeit und Ärger ersparen.

Begrenzungskabels kontrollieren...

Wurde das Begrenzungskabel korrekt verlegt und an die Ladestation angeschlossen, so wie es in der Beschreibung zu sehen ist, dann müsste die LED-Anzeige der Ladestation jetzt konstant grün leuchten. Das bedeutet, dass Signal ist korrekt und damit währe die Installation schon abgeschlossen.

 

Blinkt sie jedoch alle 2 Sekunden einmal, dann liegt eine Unterbrechung des Begrenzungskabels vor. Wie man diese Stelle findet siehe meinen Tip unten!

 

Blinkt die LED der Ladestation alle 2 Sekunden zweimal, dann ist zwar das Signal vorhanden, aber das Kabel ist wahr-scheinlich beschädigt - hier sollte es sich lediglich um einen Kontaktfehler an den Anschlüssen handeln. Alle Anschlüsse kontrollieren und korrekt befestigen.

 

Eine durchtrennte Stelle im Begrenzungskabel zu finden scheint schier unmöglich, vor allem wenn man das Kabel eingegraben hat. Ich hatte bereits eine solche Stelle, die ich mit Hilfe eines handelsüblichen Messgerätes dennoch recht schnell gefunden habe. Dazu geht man folgender Maßen vor: Zuerst misst man den Strom an den Anschlüssen auf der Rückseite der Ladestation - die Seite, an der nichts zu messen ist, ist die defekte Seite. Um nun zu wissen wo sich die Stelle befindet, geht man an etwa die Hälfte der Strecke und misst dort. Kann man dort die gleiche Strommenge messen wie an der Ladestation, weiß man, dass diese Seite O.K. ist. Dann halbiert man wieder die verbleibende Seite und misst dort erneut. Das macht man solange, bis man die defekte Stelle bis auf ein paar Meter lokalisiert hat.

Automower Programmieren...

Nachdem nun die Schleife installiert wurde kommt der große Augenblick - der Automower wird das erste mal eingeschaltet.

 

Dazu drückt man zuerst auf die große rote "STOP" Taste und die durchsichtige Abdeckung des Bedienteils öffnet sich. Dann schiebt man den Automower in die Ladestation und schaltet ihn ein. Es beginnt gleich eine Anlaufsequenz - es werden abgefragt: Sprache; Uhrzeitformat und korrekte Uhrzeit; Datumsformat und korrektes Datum, sowie ein vierstelliger PIN-Code (alle Ziffern außer 0000 sind erlaubt).

 

Eigentlich ist der Automower danach schon einsatzfähig, er hat sich an der Ladestation angemeldet und könnte jetzt seine Arbeit aufnehmen. Damit er aber weiß, wann er mähen muss, benötigt er noch ein paar angaben, w.z.B. die Tägliche Start und Endzeit; Wochentimer - an welchen Tagen soll er mähen, und natürlich die Gartenform, eine art Programmauswahl damit der Automower weiß, ob er einen normalen Graten, einen komplexen Garten oder einen sehr komplexen Garten zu bearbeiten hat. Die Bedienungsanleitung ist recht gut geschrieben, so dass man sehr schnell die notwendigen Einstellungen findet und am Automower vornehmen kann. Für die Programmierung ist eigentlich nicht mehr als eine Stunde notwendig - auch als ungeübter.

 

Die Werkseitig eingestellten Faktoren bei der Programmierung reichen erst mal vollkommen aus, damit der Autommower seine Arbeit machen kann - deshalb mein Tip: Den Automower erst mal arbeiten lassen und ihn dabei beobachten. Einstellungen wie "Korridorbreite"; "Mähzeit"; "Schleifensuchzeit"; "Signal-suchzeit" usw. können später noch genauer eingestellt werden. Ich habe den Automower erst mal von 07:00 bis 21:00 Uhr auf tägliche Mähzeit eingestellt - dann beobachtet was er macht.

Der erste Einsatz - Probelauf - Bewährungsprobe...

Nachdem ich nun alle Einstellungen vorgenommen hatte, kam der Probelauf - der Automower nahm seine Arbeit auf und fuhr erst mal rückwärts aus der Ladestation um dann gleich zu wenden. Dann hielt er einen Moment inne, als würde er darüber nachdenken, soll ich jetzt losfahren oder doch lieber nicht. Dann hörte man 5 Pieptöne und gleich darauf konnte man den Messerteller hören, der sich einschaltete.

 

Gleich darauf nahm der Automower seine Arbeit auf und setzte sich in Bewegung. Für mich war jetzt der Augenblick gekommen, wo sich herausstellen würde, ob ich das Begren-zungskabel auch überall im richtigen Abstand verlegt hatte.

 

Würde er in den Teich fallen...? Würde er zu tief unter die Hecke fahren...? Was macht er, wenn er an den Kletterturm der Kids kommt...? Alles Fragen die mich die letzten Tage beschäftigt hatten - jetzt sollte sich also herausstellen, ob meine Planung richtig war oder ob ich an der Installation noch Veränderungen vornehmen muss, damit alles so ist, wie es mir vom Hersteller versprochen wurde.

Begeisterung pur...

Schon nach den ersten Metern und des ersten Wendema-növers des Automowers kam Erleichterung und Begeisterung auf. Es stellte sich heraus, dass das Begrenzungskabel an allen Stellen im Garten den richtigen Abstand hatte und der Automower seine Arbeit genau so machte, wie der Hersteller es in seinem Prospekten versprochen hatte.

 

Selbst meine Bedenken, wegen des mittlerweile recht hohen Rasens waren vollkommen überflüssig - ich hatte den Rasen nach dem Winter nicht vorher noch mal gemäht. Selbst diese Herausforderung hat er mit Bravur gemeistert. Alle Bedenken, die ich vorher hatte, waren auf einen Schlag null und nichtig.

 

So hatte ich mich gefragt, wie er mit meinem Gelände, was nicht ganz eben ist, klar kommen würde. Wie würde er die Steigungen meistern, wie kommt er mit den Sträuchern, Hecken und Bäumen zurecht - was macht er wenn er auf den Kletterturm mit Rutsche treffen würde - alles kein Problem. Der Automower verrichtete sein Arbeit ohne sich von solchen Kleinigkeiten beeindrucken zu lassen.

 

War noch eine Frage offen - würde er auch sein Ladestation finden wenn die Akkuleistung ausgeht...? Da mein Grundstück grob gesehen eher einem U ähnelt, hatte ich noch etwas Bedenken, er könnte aus den abgelegenen Stellen im Garten nicht mehr zurück finden.

Erstes mal selbständig Aufladen...

Meine Bedenken wahren vollkommen überflüssig - er fand seine Ladestation auf Anhieb und selbst aus den Ecken, die am weitesten von der Ladestation entfernt lagen, fand er sicher wieder nachhause.

 

Die Mähzeit belief sich Anfangs (bei noch recht hohem Gras) etwas über 50 Minuten - dann schaltet der Automower sein Antrieb für den Messerteller aus und begibt sich auf die Suche nach der Ladestation. Hat er sie gefunden, lädt er seinen Akku in ca. 45 - 55 Min. auf. Anschließend verlässt er die Ladestation wieder und nimmt vollkommen autonom seine Arbeit wieder auf - einfach faszinierend.

 

Die Standzeit des Akkus sowie die Ladezeit kann je nach Witterung variieren - so kann es sein, dass der Akku bei warmem Wetter etwas schneller leer ist, und die Ladezeit etwas länger dauert. Das ist allerdings laut Hersteller vollkommen normal und kein Grund zur Besorgnis. Man sollte den Automower eine Zeit lang beobachten, um herauszu-finden, wie er sich verhält - in welchen Abständen er mäht und in welchen er lädt.

Der Härtetest bei Regen...

Ein Rasenmäher der selbständig arbeitet macht natürlich erst richtig Sinn, wenn er auch bei jedem Wetter mähen kann. Es währe wohl nicht so besonders gut, wenn man im Büro sitzt, und den Nachbarn anrufen muss, er möchte doch bitte den Mäher rein holen wenn es regnet...

 

...also war der Härtetest eine kräftige Gewitterschauer. Jetzt musste der Automower beweisen, was er kann. Zu meinem Erstaunen, hat dem Automower diese heftige Gewitterschauer überhaupt nicht beeindruckt - er machte keinerlei Anzeichen von Fehlfunktionen oder Irritationen und verrichtete seine Arbeit unbeirrt fort. Damit hatte er nun auch diesen Test bestanden.

 

Neugierig wie ich nun mal bin, wollte ich natürlich wissen, ob sich wirklich kein Regentropfen in das Innere des Automowers verirrt hatte und ging nachschauen. Also öffnete ich erst mal die durchsichtige Klappe, die das Bedienfeld schützt - trocken! Dann öffnete ich die größte Klappe am Automower, worunter sich die Messereinstellung befindet - auch hier war nicht ein Tropfen eingedrungen. Letztlich schaute ich noch mal unter den Automower - dort war außer Reste von nassem Gras allerdings auch nichts zu sehen.

 

Somit war klar, dass der Automower getrost alleine gelassen werden kann - selbst heftigste Regenfälle beeindrucken ihn überhaupt nicht und verursachen auch keine Störung, oder Schäden.

 

Laut Hersteller sollte man darauf achten, dass der Automower während einem Gewitter nicht in der Ladestation steht - dass dient lediglich dem Schutz durch Überspannungsschäden - den Mower selber interessiert es nicht die Bohne ob es nun regnet, blitz und donnert oder ob es schneit und hagelt - er verrichtet seine Arbeit unbeirrt weiter. Ob er allerdings einen Hagelschauer mit tennisballgroßen Hagelkörnern überlebt, kann ich nicht sagen, da ich das bislang noch nicht testen könnte.

Messerhöhe einstellen...

Den Messerteller kann man stufenlos von 6-3 cm verstellen. Dies geht relativ leicht mit dem Drehknopf unter der großen Klappe an der Oberseite des Automowers.

 

Für die erste Zeit empfiehlt es sich den Messerteller recht hoch einzustellen, bis der Automower das Gras überall gemäht hat - danach kann man Schritt für Schritt die Schnitthöhe ändern.

 

Da nur sehr wenige Grundstücke wirklich eben sind, sollte man die Messereinstellung schrittweise vornehmen. Nach der Schnitthöhenverstellung sollte man den Automower eine Zeit lang beobachten und hören, ob die Messer nicht evtl. an Wurzeln oder ähnlichem kommen. Wenn also ein sehr lautes Kratzgeräusch zu hören ist, dann sollte man nachschauen wo die Stelle ist - entweder die Stelle auf der Grasfläche begra-digen oder entfernen, oder die Messereinstellung ändern.

Die Messer...

Die Messer des Automowers haben ein paar Besonderheiten welche sie von herkömmlichen Rasenmähermessern unter-scheiden. Sie sind deutlich kürzer - von zwei Seiten V-förmig geschliffen - und so scharf, wie man es von Cuttermesser-klingen her kennt.

 

Der Automower schneidet das Gras mit diesen Klingen - jeder herkömmliche Rasenmäher reist es ab. Das wiederum ist nicht optimal für die Rasenpflanze - besser ist ein glatter Schnitt wie er von den Messern des Automowers durchgeführt wird. Es schont die Graspflanze, was sich auch schon bald durch sattes grün und dichtem Wuchs bemerkbar macht.

 

Durch diese Technik ist es dem Automower auch möglich, nur die Grasspitzen abzuschneiden, was letztlich zu weniger Grasschnitt führt. Dieser Grasschnitt ist so gering, dass er einfach zwischen die Grasnaben fällt und dort verrottet - das wiederum düngt den Boden und führt die Nährstoffe wieder der Grasnabe zu. Dieser natürliche Dünger führt zu einem Wachstumsschub des Grases, welches jetzt aber nur noch in die Breite wachsen kann und damit Unkräuter verdrängt.

Haltbarkeit der Messer...

Die Messer selber ähneln den Klingen von Cuttermessern und sind genau so scharf. Die drei Messer sind am Messerteller nur mit je einer Schraube befestigt, die zu jedem Ersatz Messersatz gehören - also besteht jeder Messersatz sowohl aus drei Messern als auch aus drei Schrauben.

 

Die Messer sind so geschliffen, dass man nicht auf die Einbaurichtung achten muss - außerdem sind sie lose und man kann sie um die Achse der Schraube drehen. Durch die Fliegkraft, treten die Messer über den Tellerrand hinaus und können das Gras somit schneiden - hier ist übrigens wirklich schneiden gemeint, denn der Automower schneidet das Gras ab, während jeder andere Rasenmäher das Gras abreißt. Das heißt aber auch, dass die Messer etwas schneller verschleis-sen als die eines normalen Rasenmähers.

 

Eine genaue Haltbarkeit der Messer kann man nicht pauschal nennen - es kommt darauf an, wie oft der Automower mäht, wieviel kleine Äste er zerschneiden muss usw. Also empfehle ich, die Messer bei jedem Reinigen zu kontrollieren. Im Lieferumfang sind drei Messersätze enthalten, die wohl für eine halbe Mähperiode halten dürfen. Vorsorglich habe ich mich mit einem 10 Satz (10 Messersätze à 3 Messer inkl. der Messerschrauben) eingedeckt - Kosten dafür: 39,00 Euro.

 

Die Messer können nach einer Zeit einseitig stark in Mitleidenschaft gezogen sein - diese braucht man noch nicht zu entfernen, sondern lediglich säubern und umgedreht wieder einbauen - dass spart Messersätze. Da die Messer beidseitig geschliffen sind, spielt es keine Rolle wie man sie einbaut. Man sollte sich also die Messer vor dem Ausbau genau ansehen - die Kerben und starken Verschleißerscheinungen dürften nur Einseitig verstärkt auftreten. Nach dem Reinigen einfach die Messer so drehen, dass an dieser Seite die bessere Schneide steht - so spart man sich einen Messersatz.

Reinigen des Automowers...

Die Reinigung des Automowers ist relativ einfach und bedarf eigentlich nur wenig Zeit. Um ihn zu reinigen benötigt man eine Spülbürste und einen weiches Tuch was leicht angefeuchtet ist. Zur Sicherheit, sollte man den Automower vor der Reinigung am Hauptschalter ausschalten - dann vor-sichtig umdrehen und erst mal mit der Hand das lose Gras zwischen dem Fahrwerk und dem Gehäuse entfernen. Dabei sollte man auch gleich die Achsen überprüfen und ggf. von aufgewickelter Schnurr und Grasresten befreien.

 

Den Rest kann man sehr gut mit der Spülbürste im trockenen Zustand abbürsten. Der Messerteller ist hier nicht zu verges-sen da die Messerklingen sich leicht und frei bewegen lassen müssen. Auch die Grasreste unter dem Messerteller sollten entfernt werden - hier befindet sich eine Gummiabdichtung die die Tellerverstellung abdichtet. Zuviel Grasreste können hier dazu führen, dass die Tellerverstellung nicht einwandfrei funktioniert. Das Gehäuse und das Bedienelement nur mit dem feuchten Tuch abwischen - fertig!

 

Während der Reinigung sollte man mal auf die Messer achten - dort setzt sich Rasensaft ab der über die Zeit trocknet und dort haften bleibt. Außerdem kann man so schnell Beschädigungen (Kerben, Verschleißerschei-nungen usw.) an den Messern erkennen. Sollten solche Verschleißerscheinungen oder Ablagerungen an den Messern sichtbar sein, dann die Messer tauschen. Die Alten Messer aber nicht weg schmeißen - diese können gereinigt werden und nochmals verwendet werden, da in der Regel nur eine geschliffene Seite verschlissen ist.

Programm verändern...

Die wenigsten Gärten sind rechteckig oder quadratisch - so dass der Automower auch mal durch engere Passagen muss oder an einen etwas abgelegenären Ort des Gartens mähen muss. Sollte er dort allerdings nicht oft genug hinkommen, so kann man ihn durch verschiedene Änderungen an seinem Pro-gramm dazu zwingen, diesen Bereich öfter aufzusuchen um dort zu mähen.

 

So gibt es z.B. die Möglichkeit ihn an dem Begrenzungskabel exakt eine genaue Meterzahl entlang fahren zu lassen um anschließend an der entfernten Stelle seine Mäharbeit aufzu-nehmen. Wie oft er diesen Weg nehmen soll, kann man in % der gesamten Mähzeit angeben.

 

Eine andere Möglichkeit ist, man verlegt ein so genanntes Suchkabel, welches dazu dient dass er sowohl in abgelegene Bereiche des Garten geführt wird und aus ihnen wieder her-aus findet.

 

Der Automower verfügt über einige Hilfsmittel um diese Ein-stellungen zu tätigen - so kann er z.B. die Entfernung messen, an der sich der abgelegene Ort befindet - hierfür braucht man ihn nur an dem Begrenzungskabel entlang laufen zu lassen - die Strecke kann man auf dem Display in Meter lesen. So ist auch recht schnell eine passende Einstellung gefunden, die dazu beiträgt, dass er das gesamte Grundstück gleichmäßig oft mäht.

 

Ein bisschen experimentieren muss man schon, um die richtige Einstellung zu finden - deshalb ist es erforderlich den Automower nach einer Änderung in seinen Programmeinstellungen zu beobachten. Hilfe zu den jeweiligen Änderungen und Möglichkeiten, findet man im Handbuch - sie sind gut beschrieben und schnell durchzuführen. Einzig die Suchschleife ist etwas aufwendiger, da man diese erst mal verlegen muss. Mein Grundstück ist U-förmig und abgelegene Bereiche habe auch ich - dennoch kommt er überall hin, auch ohne Suchkabel. Deshalb empfehle ich, es erst einmal ohne Suchkabel zu versuchen - dass kann später immer noch verlegt werden.

Fazit...

Der Automower ist echt ein kleines Meisterwerk der Technik und eine große Hilfe bei der Pflege des heimischen Rasens - durch seinen Einsatz ist der Weg zum perfekten Golfrasen nicht mehr weit...

 

...sicher kann man ihn bei seinem Preis nicht gerade als ein Schnäppchen bezeichnen, aber wer ihn erst mal arbeiten gesehen hat und die Vorzüge nie wieder Rasen mähen zu müssen genossen hat, der wird schnell erkennen, dass er eigentlich recht preisgünstig ist...

 

...er erspart einem viel Zeit, teure Spritkosten, schont die Umwelt, belästigt keinen Nachbarn durch Lärm, verdrängt Un-kräuter, schont und düngt den Rasen und beruhigt die Nerven wenn man ihm bei der Arbeit zuschaut. Er fördert das Familienleben da man mehr Zeit für andere Dinge hat...

 

...betrachtet man es von der Warte aus, ist es verwun-derlich, das nicht jeder so einen kleinen "Helfer" im Garten hat. Ich für meinen Teil halte ihn für das beste Investment welches ich je getätigt habe - Urteil: Sehr empfehlenswert

 

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Videos über die Funktionsweise des Automowers...

 

Diese Links sind größtenteils mit den Videos der Internetseite www.automower.de ...der Online Shop verknüpft.

Fernsehbericht "PRO7" über den Automower...

Automower im Einsatz auf meinem Grundstück...

Aufbau der Ladestation mit Stromversorgung... Menübedienung des Automower (Menü in Englisch)
Automower sucht die Ladestation und dockt an Bauteile des Automower
Die Verstellung der Mähwerkshöhe Funktion der Stosssensoren am Automower
Funktion des Neigungssensors Sicherheit, Messerstop innerhalb von 2 Sekunden

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